Rechtswissenschaftliches Studium

Ich bin nicht mit der verbreiteten Alterskrankheit von Rechtslehrern an deutschen Hochschulen infiziert, im Ruhestand ein detailliertes eigenes Konzept dafür zu entwickeln, wie man bei der 'Juristenausbildung' oder gar im 'Hochschulwesen' alles besser machen sollte. Mir geht es um wenige, aber wichtige Eckpunkte:

Gegenstand und Ziel der Ausbildung: Was machen wir da eigentlich? Und: Warum?

Wie machen wir das zweckmäßigerweise? Dabei muss evident die Herangehensweise unterschieden werden zwischen

  • Wissenschaftliches Studium: "Was soll ich lernen?"
  • Akademische Lehre: "Was soll man den Studenten beibringen?"
  • Praktische Ausbildung: "Wie wendet man das Gelernte und Gelehrte im eigenen juristischen Alltag um, sei es an der Universität, sei es im Beruf?"

Das sind die zentralen sachlichen Fragen, um die es geht. Die heute nahezu ausschließlich diskutierten organisationsrechtlichen und prüfungsrechtlichen Fragen sind demgegenüber sekundär.

Alle drei genannten Fragen kann jeder nur für sich selbst beantworten ("Ansichtssache!").

Immerhin lassen sich einige Erfahrungen und zusammengestellte Arbeitshilfen weitergeben. Auf diesem Weg kommt man der zentralen Frage entgegen, die sich jedem Studenten stellt: Wie soll ich mich in diesem Gestrüpp zurechtfinden?