Philosophie?

Mit einem Rückgriff auf die "Philosophie" handelt sich die Rechtslehre eine mehr als 2000jährige Ansammlung ungelöster Probleme ein - ohne die geringste Aussicht, diesen Gordischen Knoten entwirren zu können. Die bewundernswerten Leistungen der Philosophen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Bemühungen auf einem methodischen Fehlansatz beruhen. Nicht nur die idealistische Philosophie, sondern der ganze Geschäftszweig liegt am Boden (so das zutreffende Fazit von Welzel).

Für andere Lehren, die versuchen, die ganze Welt von einem einzigen Blickwinkel aus gesehen auf einmal entschlüsseln zu wollen, gilt Entsprechendes.

Wenn man die Probleme voneinander trennt und an der richtigen Stelle einordnet, bleibt von den philosophischen, ethischen, evolutionären, pragmatischen, pragmatizistischen usw. Lehren vieles, was im Detail durchaus Bestand hat. Grundvoraussetzung dafür ist die Anerkennung des Primats der vermeintlich "szientizistischen" Wissenschaften gegenüber einem welterklärenden "Überbau".