Strafrecht

Die hier vorzulegende kritische Gesamtdarstellung 'Strafrecht' fasst in mehr als 40 Jahren entstandene Ergebnisse meiner wissenschaftlichen Arbeit zusammen. Sie ist weder ein 'Lehrbuch' für Studenten noch eine Dokumentation des Meinungsstandes in Rechtsprechung und Schrifttum, sondern gerade ein Gegenentwurf zu den herkömmlichen Lehren, letztlich eine an die Fachkollegen adressierte "Streitschrift" (vgl. dazu .../Meine Konzeption/Adressatenkreis).

Der positive Inhalt meiner strafrechtlichen Lehren lässt sich zunächst auf einen überaus einfachen Nenner bringen: 'nulla poena sine lege' ist kein bildungssprachliches Ornament für Festreden, sondern der rechtsstaatlich elementare Eckstein jeder Strafrechtslehre - bis hin zu den in der juristischen Alltagsarbeit zu klärenden Detailfragen. Nimmt man man diesen verfassungsrechtlich zwingenden Fundamentalsatz ernst, reduziert sich die "Gesamte Strafrechtswissenschaft" auf die Auslegung, Anwendung und kritische Analyse der geltenden Strafgesetze. quod non est in legibus, non est in mundo. Mein akademischer Lehrer Dieter Meurer hätte noch den Satz angefügt: "So einfach ist das!".

Dieser Ansatz greift nur scheinbar deshalb zu kurz, weil beim fundierten Umgang mit den Strafgesetzen inzident nicht nur die gesamte Rechts- und Wissenschaftslehre, sondern auch das gesamte politische und gesellschaftliche Umfeld einbezogen werden müssen. Aber man darf dabei den Ausgangspunkt nicht aus den Augen verlieren: Antworten auf diese - uferlosen - Fragen lassen sich nur dann erfolgreich finden und auswerten, wenn stets der Bezug zu den geltenden, zu ändernden, zu streichenden bzw. neu schaffenden Strafgesetzen gewahrt bleibt. Alles, was darüber hinausgeht, ist vielleicht auch interessant, aber hilft bei dem Thema nicht weiter.