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Strafrechtslehre

Gegenstand der Strafrechtslehre ist die Frage, ob und ggf. in welcher Weise der Staat legitimiert ist, gegen einen Menschen wegen eines rechtswidrigen und schuldhaften Verhaltens eine Kriminalstrafe zu verhängen. 

Diese Kernfrage lässt sich fundiert nur beantworten, wenn die Verhaltensweisen und die staatliche Reaktion umfassend, d.h. unter Beachtung der Vorgaben der Staatsrechtslehre, der Allgemeinen Rechtslehre und der Wissenschaftslehre analysiert und die Grundfragen beantwortet werden, die sich in diesen Themenbereichen stellen. 

Aus diesem Ansatz ergibt sich positiv Bezug zur Realität, negativ das weitgehend missachtete Erfordernis, dass eine wissenschaftliche Strafrechtslehre von allen nur subjektiv entscheidbaren philosophischen und politischen Überlegungen, die mit dem Thema zusammenhängen, strikt abzugrenzen ist.

Die folgende Darstellung der Ergebnisse meiner strafrechtlichen Arbeiten ist ein Gegenentwurf zu den bekannten Strafrechtslehren - letztlich handelt es sich um eine vor allem an die Fachkollegen gerichtete "Streitschrift". 

Insbesondere der Abschnitt “Analyse der bestehenden Gesetzeslage” kann zwar - für Studenten wie für fertig ausgebildete Juristen - durchaus als Lehrbuch zum Strafrecht dienen, allerdings nur für Leser, die daran interessiert und bereit sind, die traditionellen Auffassungen von Grund auf selbständig zu überdenken und ausgetretene Pfade zu verlassen. Das verspricht nicht unbedingt kurzfristige Erfolge in Prüfungen bzw. Beruf, sondern stößt zwangsläufig vielfach auf Unverständnis, aber führt zu einem gangbaren und begründeten Weg durch den scheinbar undurchdringlichen Dschungel der heutigen Lehrmeinungen. Der positive Inhalt meiner “Realistischen wissenschaftlichen Lehren” zum Strafrecht lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen:

'Keine Strafe ohne Gesetz' ist kein schmückendes Ornament für Festreden, sondern die rechtsstaatlich (für Theorie und Praxis) elementare Grundlage jeder Strafrechtslehre - bis hin zu den in der juristischen Alltagsarbeit zu klärenden Detailfragen. Nimmt man man diesen verfassungsrechtlich vorgegebenen Fundamentalsatz ernst, reduziert sich die "Gesamte Strafrechtswissenschaft" auf die Auslegung, kritische Analyse und Anwendung der geltenden Strafgesetze. Die 'Gretchenfrage' lautet jeweils: Lässt sich das, was heute gelehrt wird, am Gesetz festmachen

Der damit abgesteckte Rahmen ist scheinbar deshalb zu eng, weil bei einem fundierten Umgang mit den Strafgesetzen inzident nicht nur die gesamte Rechts-, Staats- und Wissenschaftslehre und deren Grundlagen, sondern auch das gesamte politische und gesellschaftliche Umfeld des Strafrechts einbezogen werden müssen - und man stets überprüfen muss, inwieweit die aktuelle Gesetzeslage damit in Einklang steht oder aber in Konflikt gerät. Aber dabei darf man an keiner Stelle den Ausgangspunkt aus den Augen verlieren: Eine Strafrechtslehre lässt sich nur begründen, wenn stets der Bezug zu den geltenden, allenfalls de lege ferenda zu ändernden, zu streichenden bzw. neu schaffenden Strafgesetzen gewahrt bleibt. Andernfalls entsteht nicht mehr als ein praktisch belangloses, aus der eigenen Weltanschauung hergeleitetes 'Glasperlenspiel'.

  • Meine Herangehensweise
  • Was ist ‘Strafrecht’?
  • Strafrechtstheorie
  • Verfassungsrechtliche Festlegungen
  • Strafrechtlich relevantes Verhalten
  • Strafrechtlich relevante Gesetze 
  • Tatbestände strafbarer Delikte
  • Rechtsfolgen strafbarer Delikte
  • Die Organisation der Strafrechtspflege
  • Strafverfahrensrecht
  • Strafvollstreckungs- und Strafvollzugsrecht
  • Sondergebiete
  • Die methodische Bearbeitung eines Strafrechtsfalles
  • Kriminalistik
  • Kriminologie
  • Kriminalpolitik
  • Kritik grundlegend abweichender strafrechtstheoretischer Ansätze
  • Die Bilanz der Strafrechtspraxis
  • Die Erforderlichkeit eines Paradigmenwechsels in der deutschen Strafrechtswissenschaft 
  • Zusammenfassende zentrale Thesen
  • Umsetzungsbeispiele